Ein weiterer Meilenstein in der Maschinistenausbildung
Artikel vom 25. Mai 2026
Am 16.05.26 begann auf dem Gelände Verkehrsversuchsanlage der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in Horstwalde auf Initiative des Kreisfeuerwehrverbandes Spree- Neiße e.V. eine neue Form der Kreisausbildung für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren im Landkreise Spree- Neiße.
Dreimal im Jahr hat der Verband künftig die Möglichkeit einer ganz besonderen Ausbildung: Der KFV SPN e.V. hat mit dem Eigentümer des Geländes, der BAM, ein Vertrag zur Nutzung ihrer Anlagen unterzeichnet, der gewährleistet, dass diese Sonderausbildungen sichergestellt werden können. Hierbei handelt es sich um eine sehr fundierte und äußerst praxisnahe Spezialausbildung für die Maschinisten deren Aufgabe es ist, Mannschaft und Material im schweren Gelände (z.B. beim Einsatz zur Waldbrandbekämpfung regional bzw. überregional (BSE)) sicher und ohne Verluste zu bewegen. Auf Grund der Tatsache, das solche speziellen Anforderungen nicht im Rahmen der normalen Führerscheinausbildung dargestellt werden, ist es für die betreffenden Kameraden äußerst wichtig, ihr Fahrzeug in Extremsituationen zu „erfahren“ um ihr Wissen und die dabei gewonnenen Erkenntnisse dann in der Praxis um- und einsetzen zu können. Dabei hilft ihnen ein äußerst kompetentes Team von ehrenamtlichen Ausbildern vor Ort unter Leitung von Thomas Mühlner die die Besonderheiten des Testgeländes und natürlich auch einiger Fahrgestelltypen kennen.
Wortwörtlich die Möglichkeiten erfahren
So starteten am 16.05.2026 sechs geländegängige Einsatzfahrzeuge, ein Kommandowagen und ein MTW (für die Sicherstellung der Versorgung und organisatorischer Aufgaben besetzt mit Kam. Jörg Baumgart und Kam. Jörg Fischer) aus dem Landkreis Spree- Neiße um 06.00 Uhr in Richtung Horstwalde. Dabei wurde auch noch gleich das Fahren im Verband (wird ebenfalls nicht bei der Führerscheinausbildung gelehrt) geübt. Eine kleine Abordnung aus dem Amt Peitz unter Führung des Vorstandes für Finanzen des KFV SPN e.V., Kam. Renè Schulze, war ebenfalls als „Hospitanten“ mit dabei. Nach etwa zweistündiger Fahrt fand in den Räumen der BAM die Einweisung und theoretische Ausbildung für die Teilnehmer statt. Das anschließende Frühstück diente der körperlichen Stärkung für den doch recht anstrengenden aber auch äußerst lehrreichen Praxisteil.
Vertrauen in die Technik und die eigenen Fähigkeiten
Als erstes lernten die Kameraden an den unterschiedlichen Steigungsbahnen ihrem Fahrzeug und der verbauten Technik zu vertrauen. Dieser Teil kostete einigen Maschinisten schon eine ganze Menge an Überwindung. Es ging zum Beispiel eine bis zu 40 prozentige Steigung hoch. Zum Teil sogar rückwärts und dann nur mit der Motorbremse wieder herunter. Danach ging es für die Kameraden mit ihren Fahrzeugen auf eine ca. 1,5 km lange Strecke mit lockerem Sand (eine Situation die den Schutzstreifen in der Lieberoser Heide gleicht) die es ohne Unterbrechung (einen kleinen „Steckenbleiber“ hat es wohl auch gegeben ????) zu überwinden galt.
Danach gab es noch einmal eine kleine Stärkung (hierzu und für das sehr leckere Frühstück gilt der Dank der Fa. EssBar Wosch aus Dabendorf, die uns vortrefflich verpflegte) um dann den Geländeparcour ins Visier zu nehmen. Dieser wurde in je nach Fahrgestelltyp unterschiedlichen Routen (für geländegängige und sehr geländegängige Fahrzeuge) mit wechselnden Fahrern mehrfach durchfahren, dabei galt es für die Kameraden sich stets an die wechselnden Bedingungen nach jedem Durchlauf anzupassen- wie im wahren Leben halt.
Eine sehr lehrreiche Ausbildung
So verging die Zeit bis zum Ende der Ausbildung rasend schnell, nach einer Auswertung und der Grobreinigung der Fahrzeuge hieß es dann: Zum Abmarsch fertig und der Rückweg in die jeweiligen Standorte wurde angetreten. Fazit aller Beteiligten: Eine äußerst lehrreiche Ausbildungsmaßnahme die nicht nur „Neulingen im Gelände“ sondern auch sehr erfahrenen Kameraden sehr, sehr viele neue Erkenntnisse, Erfahrungen und auch Grenzerfahrungen gebracht hat um ihren Aufgaben im Ehrenamt sicherer gerecht zu werden. Es ist eine Ausbildungsmaßnahme die so viele Kameraden wie möglich durchlaufen sollten damit sie mit „Sicherheit sicherer“ werden, an einen Auffrischungskurs in einem angemessenen Zeitraum sollte auch gedacht werden. Zu den nächsten Ausbildungen am 06.06.2026 und 19.09.2026 können sich sehr gern noch Kameraden aus den Wehrführungen des LKSPN anmelden um sich einen Eindruck über die Leistungsfähigkeit ihrer Mannschaft und der zur Verfügung stehenden Technik im Gelände zu machen. Weiterhin wäre es unbedingt erforderlich, diese Maßnahmen zu verstetigen um dadurch ein gewisses Maß an Nachhaltigkeit zu gewährleisten.
Für das Jahr 2027 stehen die vorläufigen Termine bereits auch schon fest. Dabei ist auch ein kleines „Bonbon“ geplant - wir werden berichten.
Einen besonderen Dank möchten wir den Ausbildern an der Strecke und nicht zuletzt dem Streckenverantwortlichen der BAM, Herrn Patrick Wagner, für ihren sehr engagierten äußerst angenehmen Einsatz für das Ehrenamt aussprechen.
In diesem Zusammenhang wollen wir natürlich nicht die seit mehreren Jahren mit drei Veranstaltungen im Jahr auf dem Flugplatz Welzow laufenden Fahrsicherheitstrainings mit einem „kleinen“ Geländetraining vergessen, die von dem bewährten Team der Moderatoren aus dem Landkreis Spree- Neiße (Kam. Jörg Baumgart, Kam. Matthias Moschner, Kam. Uwe Wollheim, Kam. Steffen Fahrentz und Kam. Jörg Fischer) sichergestellt und als Kreisausbildungsmaßnahme durchgeführt werden. Auch diese Maßnahmen tragen äußerst viel zur Erhöhung der Sicherheit unserer Kameraden und der eingesetzten Technik bei- auch hier gilt: „Jeder durch diese Maßnahmen verhinderte Unfall ist ein Plus an Sicherheit für alle Kameraden und denen, denen im Ernstfall geholfen werden muss.“
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